AI Agents & Automationen 2026: KI arbeiten lassen
Du kannst mit KI chatten. Aber kannst du sie auch für dich arbeiten lassen? In diesem Artikel lernst du, was AI Agents sind, welche Tools es gibt - und wie du deinen ersten Agenten baust.

📍 Part 3 von 4 im KI-Lernpfad "KI meistern 2026" – Hier lernst du, KI selbstständig für dich arbeiten zu lassen.
Das Wichtigste in Kürze
- →AI Agents = KI die selbstständig handelt, nicht nur antwortet
- →Aufbau: LLM als Gehirn + Tools als Hände + Trigger als Auslöser
- →Tools: n8n (Open-Source), Claude (Skills & Agents), Zapier (Einstieg)
- →Praxis: Rechnungsagent, Research-Workflows, Claude Skills
- →Einstieg: Mini-Anleitung für deinen ersten Agenten
Was sind AI Agents?
Wenn du ChatGPT oder Claude nutzt, chattest du. Du stellst eine Frage, bekommst eine Antwort. Das ist nützlich - aber die KI wartet immer auf deinen nächsten Input.
Ein AI Agent geht weiter. Er handelt selbstständig. Du definierst ein Ziel, gibst ihm Werkzeuge - und er erledigt die Aufgabe. Ohne dass du jeden Schritt anstoßen musst.
Chatbot vs. Agent
Chatbot
- • Wartet auf deine Frage
- • Antwortet einmal
- • Braucht ständig Input
- • Kann nur Text generieren
AI Agent
- • Reagiert auf Trigger
- • Führt mehrere Schritte aus
- • Arbeitet autonom
- • Nutzt externe Tools
Agentic AI ist das Buzzword dafür. Gemeint ist KI, die nicht nur reagiert, sondern agiert. Die Entscheidungen trifft, Workflows ausführt und Ergebnisse liefert. Zusammen mit Context Engineering wird das Thema 2026 immer wichtiger - wer es versteht, hat einen echten Vorsprung.
Beispiele für AI Agents
- ✓Research-Agent: Durchsucht das Web, fasst Quellen zusammen, erstellt einen Report
- ✓Coding-Agent: Schreibt Code, testet ihn, fixt Fehler - wie Claude Code
- ✓E-Mail-Agent: Sortiert Postfach, antwortet auf Routine-Anfragen, eskaliert Wichtiges – ein Beispiel dafür ist Clawdbot
- ✓Daten-Agent: Verarbeitet Dokumente, extrahiert Infos, speichert strukturiert
Wie AI Agents funktionieren
Ein Agent besteht aus drei Teilen: Einem Gehirn, das denkt. Händen, die handeln. Und einem Auslöser, der alles startet.
So arbeitet ein AI Agent
1. Trigger
Zeitplan, Webhook, neue Datei...
2. LLM entscheidet
Analysiert, plant nächsten Schritt
3. Tool führt aus
API-Call, Datei speichern, E-Mail...
Der Agent wiederholt Schritt 2-3, bis das Ziel erreicht ist.
Die drei Bausteine
- 1.Das Gehirn (LLM): ChatGPT, Claude oder ein anderes Sprachmodell. Es versteht die Aufgabe, trifft Entscheidungen und plant die Schritte.
- 2.Die Hände (Tools): APIs, Datenbanken, Dateisysteme. Alles was der Agent nutzen kann, um tatsächlich etwas zu tun - nicht nur zu reden.
- 3.Der Auslöser (Trigger): Was den Agent startet. Ein Zeitplan („jeden Montag"), ein Event („neue E-Mail") oder ein Webhook („Formular abgeschickt").
Der Unterschied zu einem einfachen Skript: Das LLM kann mit Unerwarteten umgehen. Wenn ein Schritt fehlschlägt, entscheidet es, wie es weitergeht. Es improvisiert - innerhalb der Grenzen, die du setzt. Das macht Agentic AI so mächtig für komplexe KI-Workflows.
Die besten Tools für AI Agents
Du musst nicht programmieren können, um Agents zu bauen. Aber das richtige Tool macht den Unterschied. Hier sind die drei, mit denen ich arbeite.
n8n - Open-Source Automatisierung
n8n ist mein Favorit für komplexe Automatisierungen. Open-Source, visueller Editor, über 400 Integrationen. Du ziehst Nodes zusammen, verbindest sie - fertig ist der Workflow.
Preis: Open-Source (Self-hosted, Hosting-Kosten kommen dazu) oder ab 20 € / Monat (Cloud). Stand: Januar 2026.
Claude - Skills, Agents & Claude Code
Aktuell meine erste Wahl für strukturierte Workflows. Claude bietet drei Wege, um Agents zu bauen:
- ✓Skills: Wiederverwendbare Prompts mit Kontext. Perfekt für wiederkehrende Aufgaben wie Research oder Texterstellung.
- ✓Agents: Claude arbeitet autonom mit deinen Dateien und Tools. Siehe auch: Claude Cowork.
- ✓Claude Code: Der mächtigste Agent - schreibt, testet und deployed Code. Erfordert aber tiefere Einarbeitung.
Preis: Claude Pro ab ca. 18 € / Monat, Claude Code separat. Stand: Januar 2026. Offizielle Preise
Zapier - Der einfachste Einstieg
Zapier ist der Klassiker für einfache Automatisierungen. „Wenn X passiert, mache Y." Über 6.000 Apps, super einfache Oberfläche. Aber: Bei komplexen Workflows stößt du schnell an Grenzen - und es wird teuer.
Preis: Kostenlos (begrenzt) oder ab 19 € / Monat. Stand: Januar 2026.
Vergleich: Welches Tool für wen?
| Tool | Preis ab | Für wen | Stärke |
|---|---|---|---|
| n8n | Open-Source (+ Hosting) | Technikaffine, Datenschutz-Bewusste | Flexibilität, Open-Source |
| Claude | ca. 18 € / Monat | Wissensarbeiter, Kreative | Qualität, strukturierte Workflows |
| Zapier | 0 € (begrenzt) | Einsteiger, einfache Workflows | Einfachheit, viele Integrationen |
Meine Empfehlung: Starte mit Claude Skills für einfache wiederkehrende Aufgaben. Für komplexere Automationen mit mehreren Systemen: n8n. Zapier nur wenn du schnell was Einfaches brauchst.
Meine Agent-Projekte
Theorie ist nett. Aber was bringt das praktisch? Hier sind drei Agents, die ich selbst gebaut habe und täglich nutze.
1Rechnungsagent mit n8n
Ich bekomme Rechnungen per E-Mail, als PDF, manchmal als Foto. Die manuell in eine Tabelle einzutragen war nervig. Also habe ich einen Agenten gebaut:
- →Ich schicke die Rechnung an meinen Telegram-Bot
- →n8n empfängt das Bild/PDF, schickt es an GPT-4 Vision
- →GPT extrahiert: Betrag, Datum, Kategorie, Lieferant
- →Die Daten landen automatisch in meiner Excel-Tabelle
Zeitersparnis: Ca. 2-3 Stunden pro Monat. Plus: Ich vergesse keine Rechnung mehr.
2Research-Workflows mit Perplexity API
Für Artikel-Recherche nutze ich Perplexity - und zwar nicht nur über die Weboberfläche, sondern per API. Ich habe mir einen Workflow in n8n gebaut:
- →Perplexity API für SERP-Analyse (was rankt, wo sind Lücken)
- →Fakten-Extraktion mit echten Quellen (Preise, Features)
- →Claude für Strukturierung (Outline aus Research erstellen)
Ergebnis: Perplexity liefert mir aktuelle Infos mit Quellen, n8n orchestriert den Workflow, Claude strukturiert das Ergebnis. Deutlich schneller als manuelle Recherche.
3Claude Skills für wiederkehrende Aufgaben
In Claude kann ich „Skills" anlegen - gespeicherte Prompts mit Kontext, die ich immer wieder nutze. Meine wichtigsten:
- →SEO-Optimierer: Prüft Artikel auf Keywords, Struktur, Meta-Daten
- →Code-Reviewer: Findet Bugs und Verbesserungspotential
- →Meeting-Zusammenfasser: Erstellt Action Items aus Notizen
Vorteil: Der Kontext ist immer dabei. Ich muss nicht jedes Mal erklären, was ich mache oder welchen Stil ich will.
Dein erster Agent: Mini-Anleitung
Du musst nicht mit einem komplexen Projekt starten. Hier ist ein einfacher Weg, deinen ersten Agenten zu bauen.
- 1.Finde eine wiederkehrende Aufgabe: Was machst du regelmäßig, das nervt? E-Mails sortieren, Daten übertragen, Reports erstellen?
- 2.Wähle ein Tool: Für den Einstieg empfehle ich Claude Skills (wenn du schon Claude nutzt) oder n8n mit einer einfachen Vorlage.
- 3.Baue klein: Starte mit einem Workflow, der nur 2-3 Schritte hat. Beispiel: „RSS-Feed lesen → Zusammenfassung erstellen → An Telegram schicken."
- 4.Iteriere: Dein erster Agent wird nicht perfekt sein. Das ist okay. Schau was nicht klappt, verbessere, wiederhole.
Ressourcen zum Vertiefen
Es gibt unendlich viele YouTube-Tutorials zu n8n, Zapier und Co. Such nach „n8n beginner tutorial" oder „AI automation workflow" - du findest Hunderte von Anleitungen für spezifische Use Cases.
Und natürlich: Schau im Blog vorbei. Ich werde weitere Tutorials zu konkreten Agent-Projekten veröffentlichen.
Fazit: Lohnen sich AI Agents?
Kurze Antwort: Ja - wenn du wiederkehrende Aufgaben hast, die Zeit fressen. Ein gut gebauter Agent spart nicht nur Zeit, er macht Dinge möglich, die du manuell nie schaffen würdest.
Die Tools für KI-Automatisierung sind reif genug, dass du ohne Programmierkenntnisse starten kannst. Und sie werden nur besser. Wer jetzt in AI Agents einsteigt, hat einen echten Vorsprung - ob privat oder im Unternehmen.
Die 3 wichtigsten Takeaways
- 1.Agents handeln, Chatbots antworten - das ist der entscheidende Unterschied
- 2.Starte klein - ein simpler Workflow bringt mehr als ein komplexes System, das nie fertig wird
- 3.Die Tools sind da - n8n, Claude, Zapier - der Einstieg war nie einfacher
Das war Phase 3 deines KI-Lernpfads. Der nächste Schritt? Phase 4: Advanced KI - mit Fine-Tuning, RLHF und Edge AI noch tiefer einsteigen.
Häufige Fragen zu AI Agents
Was ist der Unterschied zwischen AI Agent und Chatbot?▼
Ein Chatbot wartet auf deine Frage und antwortet. Ein Agent handelt selbstständig: Er reagiert auf Trigger, führt mehrere Schritte aus und nutzt externe Tools, um Aufgaben zu erledigen.
Brauche ich Programmierkenntnisse für AI Agents?▼
Nein. Tools wie n8n, Zapier oder Claude Skills funktionieren ohne Code. Für komplexere Agents (z.B. mit LangGraph oder AutoGen) brauchst du Python-Kenntnisse, aber das ist für den Einstieg nicht nötig.
Welches Tool für AI Agents als Anfänger?▼
Wenn du schon Claude nutzt: Starte mit Claude Skills. Für Automationen zwischen verschiedenen Apps: n8n (Open-Source, flexibel) oder Zapier (einfacher, aber teurer bei komplexen Workflows).
Sind AI Agents sicher?▼
Kommt drauf an, wie du sie baust. Gib Agents nur die Rechte, die sie brauchen. Lass sie keine sensiblen Daten verarbeiten, ohne das zu prüfen. Und: Teste gründlich, bevor du sie auf echte Daten loslässt.
Über den Autor

Testet und erklärt KI-Tools, damit du sie sofort einsetzen kannst. Begeistert sich für Web Development und KI-Automatisierungen.
Mehr über das Team →Teil des Guides: grundlagen
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